Kunstpfad um den Zierker See
„Natur und Kunst - Schutz und Zeichen" ist das Motto für eine einzigartige Galerie unter freiem Himmel: Jahr für Jahr entstanden zwischen 1991 und 1998 rund um den Müritz-Nationalpark im Rahmen Internationaler Bildhauerpleinairs, die abwechselnd in Waren und Neustrelitz stattfanden, Kunstwerke an Wanderwegen und Eingangsbereichen im Großschutzgebiet. Die Kunstobjekte sind aus Naturmaterialien und bleiben an ihren Standorten, wo sie dem natürlichen Kreislauf von Werden und Vergehen unterliegen. Wie im Nationalpark an der Stelle eines abgestorbenen Baumes ein neuer wächst, sollen auch an Standorten von zerfallenen Kunstwerken neue entstehen. Die Skulpturen stehen nicht in Konkurrenz zueinander und sind im Gegensatz zur „musealen Hemmschwelle" - jedermann zugänglich. Der Betrachter trifft zufällig und meist unvoreingenommen auf die Objekte und Installationen. Der Kunstinteressierte kann sich aber auch gezielt auf die Suche begeben und dabei nicht nur die Kunst, sondern zugleich die einzigartige Natur erleben. Der Müritz-Nationalpark gibt mit seiner 200 Kilometer langen Grenze Raum für Kunst, den kein Museum zur Verfügung stellen kann. Abbildung 1: Vaclav Fiala (Tschechien) "Der Turm des Herrn Wu Tao Tse" Der Kunstpfad um den Zierker See in Neustrelitz nimmt den hier über die Jahrhunderte fortlaufenden Parkgedanken wieder auf und führt ihn fort.
