Ausbildung - Lernen für den Notfall

Um an einem Unglücksort rechtzeitig anzukommen, ist Schnelligkeit und Sicherheit auf dem Weg dort hin eine Frage der Übung. Denn kurz nach der Alarmierung, heißt es für den Maschinisten den kürzesten Weg zu kennen und jede noch so kleine Baustelle mit einzuplanen. Auf dem Weg zum Einsatzort fährt er zwar mit Sonderrechten aber wie sich die anderen Verkehrsteilnehmer Verhalten, kann er nur vermuten. Da gibt es schon mal den Autofahrer der sein Auto mit einer Disco verwechselt und dann die Martinshörner überhört.
Um in solchen extremen Situationen richtig zu reagieren ist eine gute Aus- und Weiterbildung für jeden Maschinisten zwingend erforderlich.

Gefahrgutalarm im Aus und Fortbildungszentrum Neuendorf bei Neubrandenburg

Am Sonnabend den 08. November 2008 übte der Gefahrgutzug des Landkreises MST, bestehend aus Kameraden der Feuerwehren Neustrelitz und Lindetal, gemeinsam mit Kameraden der FF Neubrandenburg von der Wache Oststadt den Ernstfall im Aus und Fortbildungszentrum Neuendorf. Angenommene Lage, war ein nach Unfall leck geschlagener Salpetersäuretransport. Gemäß den „Behandlungsgrundsätzen“ für Salpetersäure galt es die Ausbreitung der entstehenden Giftigen Dämpfe zu verhindern was mittels eines Hydroschildes, also einer Wand aus Wasser, geschah. Weiterhin ist für ausreichende Verdünnung des ausgetretenen Stoffes gesorgt worden, um die giftigen und ätzenden Eigenschaften der Salpetersäure abzumildern, was bedeutet das Arbeiten an der Unfallstelle nur unter Vollschutz durchgeführt werden können. Auch ist es notwendig das entstandene Leck, mit geeigneten Mitteln, möglichst zügig zu verschließen um ein weiteres austreten der Säure zu verhindern. Die am Unfallort arbeitenden Einsatzkräfte müssen nach ihrem Einsatz zunächst aufwendig Dekontaminiert werden um Ihre Gesundheit nicht zu gefährden, was durch die Kameraden der FF Oststadt gewährleistet wurde.

 
Einsatzleiter Thomas Tschirch betonte und lobte, bei der abschließenden Einsatzauswertung die ruhige und konzentrierte Herangehensweise aller beteiligten Kräfte und dankte allen für die gezeigte Einsatzbereitschaft während der etwa 5 Stündigen Übung.

 

Text: P. Adomeit
www.feuerwehr-lindetal.de


1. Fahrsicherheitstraining

Daher nahmen vier Maschinisten der Feuerwehr Neustrelitz, das Angebot vom LKW Hersteller Mercedes Benz gerne an, an einem Fahrsicherheitstraining für Feuerwehren aus ganz Mecklenburg Vorpommern teilzunehmen. Dieses Training wurde auf einem Truppenübungsplatz der Bundeswehr bei Goldberg durchgeführt. Nach einer Theorie Stunde gingen die 60 Kursteilnehmer auf die 7,5 km lange Übungsstrecke. Auf dem Übungsplatz, hatte Mercedes Benz sieben verschiedene LKW Größen zur Ausbildung bereitgestellt und in Vierer Gruppen wurde dann abwechselnd das Gelände erkundet. Die mitfahrenden Ausbildungsfahrer erklärten in einer perfekten Ruhe das richtige und sichere Fahren. So galt es, auf der Strecke die normaler Weise für Kettenfahrzeuge geeignet ist, sein Fahrzeug richtig durchs Gelände zu bringen aber auch auf einem Sandweg mit über 60 km/h sein Auto unter Kontrolle zu behalten. Dieses Fahren unter sehr extremen Bedingungen, bewies wieder einmal, dass man nie aufhört etwas zu lernen und jeder Kursteilnehmer bestätigte, dass man solch eine Ausbildungen öfter durchführen müsste. Die Feuerwehr Neustrelitz bedankt sich auch beim Neustrelitzer Mercedes Benz Händler der Unbürokratisch ein Fahrzeug zur Verfügung stellte womit die Feuerwehrleute zum Übungsplatz fahren konnten.
2. Einsatzübung beim BGS

Aufregung am 07.04.04 beim Bundesgrenzschutz in Neustrelitz. Aus einem Unterkunftszimmer dringt Qualm, Rauchmelder piepen unaufhörlich, „Feuer“-Rufe gellen aus der verqualmten Etage.
Die Unterkunftswache alarmiert über den Notruf die Feuerwehr. Auch nach deren Eintreffen war vielen nicht klar:
Übung oder Ernstfall?
In Auswertung zeigte sich, dass das Notfallmanagement im Brandfall funktioniert und man sich hier im Ernstfall auf das Zusammenspiel der Kräfte verlassen kann.


3. Einsatzübung in ehemaliger Liegenschaft der GUS-Truppen

Für die Feuerwehr ein ideales Trainingsobjekt.
Zum einen kann man sich hier „austoben“, zum anderen gelten die Gebäude als potentielle Brandobjekte. Da ist es gut, wenn man sich schon auskennt.
Der phantastische Blick über den Domjüchsee entschädigte den Angriffstrupp ein wenig für ihre Mühen und Schweißperlen im Drehleiterkorb.